Vinaya-Forschung

Seit längerem haben wir im Zusammenwirken mit der deutschen buddhistischen Nonne, Ven. Jampa Tsedroen (Carola Roloff) Arbeiten zum Vinaya, dem buddhistischen Ordensregelwerk, unterstützt.

Vorbemerkung

Mit Bekanntwerden der Traditionen des Tibetischen Buddhismus in der westlichen Welt, besonders seit den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, registrierten die westlichen Buddhistinnen mit Erstaunen, dass den Frauen in vielen buddhistischen Ländern der Zugang zur vollen Ordination als Nonne verwehrt wird. Dazu gehören u.a. Thailand, Kambodscha, Laos, Burma und Sri Lanka - alles Theravada-Länder. Das Gleiche gilt für den Tibetischen Buddhismus, für den heutzutage S.H. der Dalai Lama und der Mönchs-Sangha der Exiltibeter in Indien verantwortlich sind.

Die 1987 gegründete internationale Vereinigung buddhistischer Frauen, Sakyadhita, machte es sich daraufhin zum Ziel, über diese Diskriminierung von Frauen aufzuklären. Es gilt, für die Frauen den Zugang zur buddhistischen Bildung und die Möglichkeit einer vollen Ordination zur Nonne zu fordern. Dies führte bereits in Sri Lanka zum Erfolg.

Weitere Informationen hierzu:

http://www.sakyadhita.org

http://www.sakyadhita-srilanka.org

http://www.buddhistwomen.eu

S.H. der Dalai Lama hat nicht nur die Gründung von Sakyadhita unterstützt, sondern seit vielen Jahren den Mönchs-Sangha im Tibetischen Buddhismus aufgefordert, die Grundlagen für die volle Ordination buddhistischer Nonnen zu erkunden. Dazu gehörte auch seine Unterstützung der Einrichtung von verschiedenen Studienklöstern für Noviz-Nonnen in Indien, die z.T. schon seit den 1980ern sehr erfolgreich das traditionelle Geshe-Studium der Mönche durchlaufen. Aber die von ihm geforderte Erkundung der Grundlagen ließ immer wieder auf sich warten, bzw. waren die vorgelegten Ergebnisse unvollständig.

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